Ein Jahr geht um


 

    Das Jahr beginnt mit Eis und Schnee mit Zittern und mit Zagen;
    denn Frost und Hungern tun arg weh, das wollt ich Euch bloß sagen.

    Dann kommt der Februar ins Land und hält die Welt zum Narren.
    Wir sind wie außer Rand und Band, daß alle Bäume knarren.

    Doch naht schon bald der fohe März, dem könnt ihr eher trauen.
    Dann wird es leichter euch ums Herz, denn es beginnt zu tauen.

    Und will der launische April die ganze Welt begießen,
    so mag ers tun, so viel er will, uns soll das nicht verdrießen.

    Dann schlagen schon die Bäume aus. Der Mai will sich verschwenden.
    Die ganze Welt blüht wie ein Strauß, ein Strauß in Gottes Händen.

    Und dann ist auch schon über Nacht der Sommer eingezogen.
    Die liebe Sonne strahlt und lacht, und alle Felder wogen.

    Und weiter zieht sie unverwandt und lacht auf uns herunter.
    Dann ist auch schon der Hebst im Land, die Welt wird bunt und bunter.

    Die Äpfel hängen hinterm Haus und leuchten in den Zweigen.
    Die Kinder ziehn aufs Feld hinaus und lassen Drachen steigen.

    Doch dann naht der November schon mit Nebel und mit Regen.
    Der Winter steigt auf seinen Thron und lässt die Stürme fegen.

    Es heult der Wind. Bald wird es schnein. Die Wolken jagen droben.
    Wir aber heizen tüchtig ein und lassens draußen toben.

    Bald wird an seinem letzten Tag das Jahr sich still entfernen.
    Und was das Neue bringen mag? Ach, das steht in den Sternen.


 

 

 

Das Gartenjahr

Januar
Das Jahr beginnt mit Eis und Schnee mit Zittern und mit Zagen;denn Frost und Hungern tun arg weh, das wollt ich Euch bloß sagen.
Februar
Dann kommt der Februar ins Land und hält die Welt zum Narren.Wir sind wie außer Rand und Band, daß alle Bäume knarren.
 
März
Doch naht schon bald der fohe März, dem könnt ihr eher trauen.Dann wird es leichter euch ums Herz, denn es beginnt zu tauen.
April
Und will der launische April die ganze Welt begießen,so mag ers tun, so viel er will, uns soll das nicht verdrießen
Mai
Dann schlagen schon die Bäume aus. Der Mai will sich verschwenden.Die ganze Welt blüht wie ein Strauß, ein Strauß in Gottes Händen.
Juni
Und dann ist auch schon über Nacht der Sommer eingezogen.
Juli
Die liebe Sonne strahlt und lacht, und alle Felder wogen.
August
Und weiter zieht sie unverwandt und lacht auf uns herunter.
September
Dann ist auch schon der Herbst im Land, die Welt wird bunt und bunter.
Oktober
jDie Äpfel hängen hinterm Haus und leuchten in den Zweigen. Die Kinder ziehn aufs Feld hinaus und lassen Drachen steigen.
November
Doch dann naht der November schon mit Nebel und mit Regen. Der Winter steigt auf seinen Thron und lässt die Stürme fegen.
Dezember
Bald wird an seinem letzten Tag das Jahr sich still entfernen. Und was das Neue bringen mag? Ach, das steht in den Sternen.